DIE GANZE SACHE – KURZGEFASST

Im Herbst 2014 brachen wir aus Deutschland auf. Auf der Suche nach einem Landweg, der uns in Richtung Osten bis in den Westen führen würde. Kompression, Zündzeitpunkt oder Ventilspiel waren alles Fremdworte bei unserem Umgang mit den alten Ural Motorrädern, die uns als Transportmittel und mobiles Studio dienen sollten. Nach 25 km hatten wir bereits die erste größere Panne und nach 5000 km richteten wir unser erstes Wintercamp in Georgien ein.


// Abfahrt aus Halle (Saale) am 07. September 2014 um 16:00 Uhr


// Einer von geschätzten 308 Getriebewechseln in 2.5 Jahren. Getriebe-Rekord-Tausch-Zeit: 16 Minuten. Yeahhh!!!


// Vom ersten Tag an waren wir gefangen im Kabelsalat der Ural-Elektrik. Weise ist daraus nicht zu werden – nur grauhaarig…


// Wintercamp 2014/15, Tserovani, Georgien. Die Berge hinterm Haus luden ein zu ersten Fahrten unter off-road Bedingungen.

Im ständigen Kampf gegen Wind, Wetter und russische Technik überwunden wir Berge aus Bürokratie, um auf abenteuerliche Weise herauszufinden, was Entfernung wirklich bedeutet. Die folgenden 40.000 km waren die volle Dosis Erfahrung – es ging durch Kasachische Gewitter und durch die mongolische Wüste, entlang tausender Kilometer Wellblechpiste – pausenlos gejagt von sibirischen Tigermücken. Dort, wo Sibirien endet und der Fernen Osten Russlands beginnt, stellten wir uns der nächsten großen Herausforderung: Die ‘Old Road of Bones’. Diese Straße als “unbefahrbar“ zu beschreiben, würde die ganze Sache wohl am treffendsten beschreiben – doch schaut selbst … 
300 km Sumpf, Flüsse und Schlamm später war bereits absehbar, dass die Dinge auf dem Landweg nach New York City zunehmend mühevoller wurden – vor allem weiter nördlich, Richtung Beringstraße, wo die Reise zu Lande final zu Wasser fortgesetzt wurde.


// Mongolische Hochebene um Darbi, Mai 2015

NUN! Nach einer Winterpause in Kanada hatten wir den schwimmbaren Amphibien-Prototyp der Ural 650 entwickelt und die notwendigen finanziellen Mittel zusammengetragen, um in den Fernen Osten Russlands zurückkehren zu können. Hier wartete der absolute Gipfel unserer Reise: 1600 km Flussfahrt auf dem entlegenen Kolyma mit einem Floß, das von den Teufelsmotoren der 650iger Ural Maschinen angetrieben wurde hinauf bis zur Mündung in den Arktischen Ozean. Durch das Tschukotkische Outback ging es anschließend weiter über Kamchatka auf die andere Seite.

Von Anchorage trug uns der Weg durch die weiten Alaskas – bis nach Kanada. Unzählige Pannen waren ein stetiger Begleiter, der uns oftmals in Kontakt mit wunderbaren Menschen und atemberaubenden Geschichten brachte. Mit kleineren und größeren Umwegen schließlich auf der Zielgeraden – entlang der Westküste bis nach Los Angeles – trudelten wir am 10.01.2017 um 15:04 Uhr mit Pauken und Trompeten in NEW YORK CITY ein. Gelbe Taxi-Schwärme und das Smartphone-Blitzlichtgewitter ungläubig starrender Fußgänger bereiten einen ungewohnten Empfang und den Auftakt zu einem großartigen Grande Finale.

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